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Liebe Basketball-Fans,
Geduld forderte die BBL-Spitze unter Leitung von Jan Pommer zu Saisonbeginn als das neue Tabellen-Wertungssystem eingeführt wurde. Der eine Punkt, den es für eine Niederlage gab, verzerrte das Bild der tatsächlichen Kräfteverhältnisse der Klubs eklatant und sorgte für große Verwirrung. Aufgrund der Tatsache, dass Mannschaften trotz einer Niederlage die Tabelle hochkletterten oder mit einer eindeutigen Negativbilanz auf einem Playoff-Platz standen, wurde der Geduldsfaden der Fans, Medien, Spieler, Vereine und Funktionäre dermaßen strapaziert, dass er am Allstar-Wochenende endgültig riss. Ich erinnere mich an Schlagzeilen wie „Bonn erobert trotz Pleite die Tabellenspitze“ – eine illusorische Vorstellung, die nicht nur bei mir für Unverständnis sorgte. Eine Tabelle muss dazu da sein, den tatsächlichen Leistungsstand aller Teams widerzuspiegeln – und das nicht erst auf den zweiten Blick!
Am 10. Februar gab es endlich die ersehnte Erlösung: Ab der kommenden Saison kehrt die BBL wieder zum alten Wertungssystem zurück, das heißt Ergebnisse werden wieder mit 2:0 Punkten für einen Sieg und 0:2 Punkten für eine Niederlage gewertet. In allen anderen Ligen unterhalb der BBL wird das aktuell geltende Wertungs- und Tabellensystem jedoch fortgeführt.
Unter kritischen Augen steht, abgesehen von der Tabelle, der neu eingeführte Pokalmodus in der BBL. Das Losverfahren
entscheidet über die Ansetzungen und den Austragungsort des Viertelfinales.
Besonders Branchenprimus Alba attackierte öffentlich das neue System (aus meiner Sicht zurecht), als ihnen für das Viertelfinale als Tabellenführer ein Auswärtsspiel bei den Brose Baskets zugelost wurde.
Alba verlor das Spiel in der ausverkauften Jako Arena von Freak-City.
Dem gleichen Schicksal unterlagen die Mitfavoriten aus Bonn und Oldenburg, die ebenfalls in fremden Hallen aus dem Pokal ausschieden.
Womöglich hätten die Ergebnisse vor heimischem Publikum anders ausgesehen.
Überdenkenswert wäre, ob nicht die drei bestplatzierten Mannschaften der Hinrunde ein Heimrecht für das Viertelfinale zugesprochen bekommen sollten. Vielleicht würde es Sinn machen, den Pokalmodus ähnlich dem Playoff-Modus zu handhaben, also 1.
vs. 6.; 2. vs. 5. uns 3. vs. 4. Fraglich ist außerdem, ob es fair ist, den Gastgeber automatisch ins TOP4 zu manövrieren. Sollten nicht gerechterweise die besten vier Teams die Halbfinalspiele des BBL-Pokals austragen?
In der aktuellen Ausgabe der FORWARD gibt es wieder zahlreiche spannende Geschichten aus der BBL, ProA, ProB, Regionalliga, Nationalmannschaft und DBBL.
Viel Spaß mit der Lektüre!
Euer

Chefredakteur
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Im Handel ab 4. März 2010
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